Bedarfsgesteuerte Befeuerung

Windenergieanlagen müssen als Luftfahrthindernis gekennzeichnet werden, sobald sie eine Gesamthöhe von 100 Metern überschreiten. In der Praxis bedeutet das, dass ganze Windparks nachts rot blinken, um anfliegende Piloten zu warnen. Diese Befeuerung ist zu einem der größten Akzeptanzprobleme bei der Realisierung von Windenergie-Projekten geworden, denn am Boden kann sie auch als störend empfunden werden.

Jetzt ausschalten! Was wäre, wenn man die Befeuerung nur dann einschaltet, wenn sie auch gebraucht wird? Seit Jahren wird davon gesprochen die roten Blinklichter am Horizont abzuschalten. Doch passiert ist bundesweit bisher wenig. . Im Dezember 2018 hat die Bundesregierung nun beschlossen, dass ab 1. Juli 2020 alle Windenergieanlagen in Deutschland mit einer bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung auszustatten sind.

Durch die Installation eines Systems zur sogenannten bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) werden die nächtlichen Lichtemissionen im Windprojekt Lüssow-Schmatzin um bis zu 95% reduziert. Das Licht wird nur dann aktiviert, wenn sich ein Luftfahrzeug in einem Umkreis von 4 km und einer Flughöhe von weniger als 600 m dem Windpark nähert.

ENERTRAG hat die bedarfsgesteuerte Nachkennzeichnung in den letzten Jahren zur Serienreife gebracht und bietet durch seine Unternehmenstochter DARK SKY heute schon Lösungen für die bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung von Windenergieanlagen an.